Die weiße Frau am Straßenrand

Die weiße Frau

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich die weiße Frau sah. Besser: als wir die weiße Frau sahen. Wir, meine Eltern, meine Schwester und ich, waren gerade auf dem Weg nach Hause von einer Grillfeier bei Freunden. Es war schon ziemlich spät und draußen war es dunkel, aber oben am Himmel stand ein großer Vollmond, der alles in ein geisterhaftes Licht tauchte. Nur wenige Wolken waren am Himmel und dazwischen leuchteten die Sterne.

Ich war schon ziemlich müde und mir fielen die Augen zu. Wir fuhren gerade über eine einsame Landstraße. Auf einmal tauchte am Straßenrand wie aus dem Nichts eine Frau ganz in weiß auf. Sie war sehr schön und gleichzeitig sehr unheimlich. Sie trug ein langes, weißes Kleid, wie ein Brautkleid, und ihr Gesicht war traurig. Die Begegnung war so plötzlich, dass ich meinen Augen nicht traute, aber meine kleine Schwester sah die weiße Frau ebenfalls und schrie.

Unsere Eltern erschraken sich und fragten uns, was los sei. Wir erzählten es ihnen und sie sagten uns, dass uns vermutlich unsere müden Sinne einen Streich gespielt hatten. Aber ich war mir ganz sicher, dass da wirklich eine traurige weiße Geisterfrau am Straßenrand gestanden hatte.

Später erzählte ich meine Oma davon. Meine Oma kennt sich mit Geistern und Toten ganz gut aus, immerhin ist sie oft auf dem Friedhof. Sie erzählte mir, dass es weiße Frauen wirklich gibt. Es sind Geister. Sie tauchen an der Stelle auf, an der ihnen mal etwas Schlimmes passiert ist, ein Unfall zum Beispiel. Manchmal sind weiße Frauen auch Bräute, die man am Altar hat stehen lassen oder die in ihrer Hochzeitsnacht umgebracht wurden. Dann kehren sie als Geister zurück und suchen die heim, die sie für ihr Schicksal verantwortlich machen.

Ich jedenfalls bin froh, dass ich die weiße Frau seither nie wieder gesehen habe. Sie hat mir große Angst eingejagt. Auch wenn ich weiß, dass sie mir nichts tun kann und dass sie vermutlich nur traurig ist, ist es mir lieber, ihr nichts mehr zu begegnen. Vor allem nicht nachts, auf einer verlassenen Straße.

von Katharina B. aus Bad Nenndorf

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